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13.02.2019 13:58
Fünf Vereine gehen All In - Teil 1: Qualität und Quantität der Trainer

Knapp 1.300 Vereine sind derzeit unter dem Dach des Bayerischen Volleyball-Verbandes organisiert, aber nur fünf (!) schaffen es derzeit bei Mädchen und Buben alle Altersklassen zu besetzen. Es sind der TSV Grafing, der TSV Mühldorf, der ASV Dachau (alle Oberbayern), der TB/ASV Regenstauf (Oberpfalz) und der TV/DJK Hammelburg (Unterfranken). Auf Basis der Informationen dieser Clubs, wollten wir einmal herausfinden, warum es so schwer ist in beiden Geschlechtern Jugendarbeit zu betreiben.

Diese fünf Vereine besetzen alle Altersklassen sowohl im männlichen als auch im weiblichen Bereich.

Qualität und Quantität der Trainer

Zu Beginn kommen wir zum offensichtlichsten Faktor: die Trainer. Sie entscheiden über das Wohl und Wehe der Jugendarbeit im großen Stil. Denn in den Vereinen sind zwischen 15 und 20 Trainer im Jugendbereich tätig, der Großteil davon ehrenamtlich. Angesichts der immer größer werdenden Belastung im Berufsleben, wird es nicht leichter diese Trainer zu finden. Beim TSV Mühldorf baut man hier auf die Unterstützung der Eltern der Spielerinnen und Spieler, von denen viele früher selbst aktive Volleyballer gewesen sind. Insgesamt sind in der Innstadt 19 Jugendtrainer ehrenamtlich im Einsatz. Ein probates Mittel, das auch bei vielen anderen bayerischen Volleyball-Vereinen genutzt wird, um die Zahl der Trainer und Betreuer zu steigern. Ähnlich sieht es beim TSV Grafing aus, der die Teams von insgesamt rund 20 Trainerinnen und Trainer betreuen lässt. Diese sind sowohl im Erwachsenen- als auch im Jugendbereich im Einsatz. Beim ASV Dachau sind derzeit ca. 35 Trainerinnen und Trainer aktiv. Dabei wird jedes Team von einem Trainer angeleitet, der von weiteren unterstützt wird. Der TV/DJK Hammelburg hat seit vielen Jahren auch einem hauptamtlichen Jugendtrainer in seinen Reihen zusätzlich zu seinen 15 ehrenamtlichen Übungsleitern. Beim TB/ASV Regenstauf sind derzeit 16 Trainer aktiv. Neben einem A-Trainer verfügt der Verein auch über 4 Übungsleiter mit B-Schein und kann zudem auch auf einen Pool an Lehramtsstudenten zurückgreifen. „Trainer haben wir aber trotzdem zu wenige“, erklärt Abteilungsleiter Oliver Niemann. „Viele unserer Trainer betreuen zwei bis drei Teams und spielen gleichzeitig noch aktiv. Sie sind also im Dauereinsatz. Das fordert sehr viel Kraft. Daher sind wir stets auf der Suche nach neuen Jugendlichen, die als Co-Trainer in den Teams beginnen. Dass Trainer von außerhalb kommen ist eher selten“, so Niemann.

Mit Hilfe dieser Trainer konnten an den Standorten auch enge Verknüpfungen mit den Schulen am Ort hergestellt werden, die dafür sorgen, dass der Nachschub an Volleyball-Talenten nicht endet. Das ist auch der Grundstein für die Erfolge von vielen weiteren bayerischen Vereinen, die nicht jede Altersklasse in beiden Geschlechtern besetzen können. Einen Grund dafür wollen wir Morgen beleuchten. Es ist die Hallensituation.

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Kategorie: BVV-News, Jugend

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